Am 10. Februar 2007 fand die erste Aufführung der neu gebildeten Theatergruppe Landolfshausen statt. Gespielt wurde das Stücks „Die Pferdekur“, ein Lustspiel in hochdeutsch für jung und alt.

In der letzten Woche vor der Aufführung gab uns die Gemeinde Landolfshausen die Möglichkeit, einen Teil des Dorfgemeinschaftshauses zum Bühnenaufbau und Proben  zu nutzen. Diese Zeit haben wir auch gut gebraucht, denn wir haben so etwas zum ersten Mal gemacht und mussten erst so einige Erfahrungen sammeln....

Hierfür möchten wir der Gemeinde Landolfshausen und auch anderen sonst regelmäßigen Nutzern der Sporthalle für ihre Kompromissbereitschaft danken.

Dadurch hatten wir die Möglichkeit auf der richtigen Bühne zu proben, die Dekoration des Bühnenbildes liebevoll zu gestalten, Licht und Akustik zu testen. In dieser einen Woche hat sich das gesamte Team noch näher angefreundet, es war fast wie eine neue Familie und unsere Bühne war unser Wohnzimmer. Die große Nachfrage der möglichen Zuschauer hat uns dann 3 Tage vor der Premiere veranlasst, eine Zweite „EXTRA“ Vorstellung schon am Nachmittag des 10. Februars vorzubereiten. Fast alle Rollen des Stücks waren doppelt besetzt. So hatten auch die anderen Schauspieler die Möglichkeit zu einem Auftritt, die sich wie alle anderen auch, mit viel Engagement, Text lernen und proben auf einen möglichen Einsatz vorbereitet hatten. Viele Zuschauer, die am Abend nicht hätten kommen können, nutzten unsere Vorpremiere, Kinder konnten so auch einmal in unsere Theaterluft reinschnuppern. Das Stück „Die Pferdekur“ war eigentlich nicht für kleinere Kinder gedacht, umso mehr hat es uns gefreut wie aufmerksam und lachend sich unsere kleinen Gäste amüsierten.Was auch nicht verwunderte, denn unsere etwas tollpatschige „Trine“ gespielt von Heide Ulrich,machte schon mit dem ersten Auftritt  ganz viel Stimmung im Saal. Das Vielfraß „Emil Kulicke“, gespielt von Horst Jünemann, als daueressendes und später bauchschmerzgeplagtes Oberhaupt der Familie brachte mit seinem Gejammer alle zum Lachen.

 

 

 

 


Auch die frisch verliebte „Gerdi“, gespielt von Petra Alfers, machte schwer Eindruck, als Sie Ihren „Kurt“, gespielt in beiden Vorstellungen von Jens Baasch, als Arzt für Ihren Vater konsultiert und sich über die vermeintlichen Fachausdrücke wundert. So hatten wir dann seitens der Theatergruppe auch schon einmal am Nachmittag Gelegenheit, das Gefühl eines Auftritts  vor Publikum kennen zu lernen. Bald ging es auch schon weiter in Richtung Abendvorstellung und wir waren sehr erfreut über die Menge Zuschauer die sich bei uns im DGH einfand, das gab uns eine Menge Ansporn.  In dieser Vorstellung wechselte dann ein Teil der Besetzung. „Trine“, dann gespielt von Helga Jünemann, wirbelte auf der Bühne herum und ließ dabei keine Möglichkeit aus, sich über den ach so großen Appetit Ihres Chefs lustig zu machen. Auch wenn „Luise Kulicke“, in beiden Vorstellungen gespielt von Silke Kopp-Krellmann, ihre Hausangestellte ermahnte sich nicht so über den Hausherrn zu äußern, aber im Prinzip besorgt war wie es ihrem „Emil“, am Abend gespielt von Bernd Liebau, nach dem vielen Essen erging.Kulicke Tochter „Gerdi“, am Abend gespielt von Carolin Tappe, nutzte dann die auch die Chance, ihren Dr. Löffler (Jens Baasch) ins Haus zu bitten um den Vater zu kurieren. Als der Kutscher „Anton“, in beiden Vorstellungen gespielt von Harald Günther, dann auch noch beginnt den Hausherrn in einer Decke gewickelt mit der Peitsche durch das Wohnzimmer zu jagen, wundern sich die anderen, befolgen aber strikt die Anweisungen des Dr. Löffler.

 

 

 

 

 


Als sich dann abschließend ein Zusammentreffen von Arzt und Patient ergibt stellt sich heraus, das der Herr Dr. Löffler kein Menschenarzt ist sondern ein Viehdoktor. Die Pferdekur hat dem Hausherrn Emil Kulicke aber sehr geholfen und somit bekommt das junge Paar den Segen der Eltern und es wird Verlobung gefeiert.

Ein Liedvortrag der von Helga Jünemann verfasst und von der Theatergruppe abschließend gesungen wurde, rundete den Abend noch ab und es blieben noch so einige Zuschauer  um mit uns den Erfolg der Vorstellung zu feiern.

Uns, der Theatergruppe, hat es ganz viel Spaß gemacht Euch zu unterhalten und der Zuspruch zeigt, es gibt Interesse an weiteren Theaterspielen, wir machen also weiter und suchen uns im Herbst ein neues Theaterstück, mit dem wir Euch dann im nächsten Winter wieder unterhalten möchten.

So bleibt es nun uns noch einmal danke zu sagen, an alle die uns in irgendeiner Weise geholfen haben

…den Helfern und Helferinnen im Ausschank und in der Küche, unserem Videofilmer Rainer Böning, Michael Becker von den Original Landolfshäuser Blasmusikanten der uns half die Akustik zu verbessern, Malermeister Gunther Fraatz aus Ebergötzen für die Spende von Farben und Tapeten, Frank Kaufmann für die Hilfe bei der Holzbeschaffung zum Bühnenbau und, und, und, in der Hoffnung niemanden vergessen zu haben.

. Begleitend zu der Theaterveranstaltung gab es eine Fotoausstellung mit alten Bildern von früheren Theateraufführungen in Landolfshausen, denn das Theater spielen hat in Landolfshausen eine sehr lange Tradition. Über die Tradition Theater zu spielen berichtete dann  Horst Jünemann, über die Anfänge in der Nachkriegszeit bis hin zu der Aufführung 1966, wo er selbst auch mitgespielt hat.